schwarzwald

[Gastbeitrag] Warum brauchen wir eigentlich Bäume?

Philipp Raimann hat sich im November 2019 bei uns gemeldet und von seinem Blog www.dieat.at erzählt. Da er sich für die Themen gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit interessiert und Freunden und Familie beim Abnehmen hilft, waren wir sofort von ihm begeistert. Wir freuen uns sehr, dass er folgenden Beitrag für uns verfasst hat. Viel Spass beim Lesen! Und schaut unbedingt auch auf seinem Blog vorbei.

Manuel, Mitgründer von Grow-Grow Nut

Bäume begleiten uns unser ganzes Leben lang. Bereits als Säugling sind wir von Bäumen umgeben. Teilweise waren sie der Ausblick den wir hatten, als wir im Kinderwagen durch die Gegend geschoben wurden. Später zeichneten wir sie mit Buntstiften und als wir stark genug waren, kletterten wir sie hoch. Sie waren einfach da, doch welche Bedeutung sie für unsere Umwelt haben, konnten wir noch nicht ahnen.

Nur den Wenigsten ist bewusst, welchen Einfluss Bäume auf unseren Planten haben. Was ist ihr Zweck? Wofür braucht sie unsere Natur?

In einer Zeit, in der Waldbrände den Amazonas vernichten und Australien in einer Rauchwolke verschwinden lassen, soll deren Bedeutung hervorgehoben werden.

Natur, Risiken und Bäume als Lösung?

Unabhängig davon, zu welchem Grad Klimawandel durch natürliche Hintergründe verursacht wird, derzeit leuchten alle Zahlen rot auf. In keiner Dekade waren menschliche Belastungen auf die Umwelt so schwerwiegend und Anzeichen für einen Klimawandel so drastisch, wie sie es jetzt sind. Die Temperatur gehen nach oben, die Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt.

Wir alle tragen dafür die Verantwortung, denn immerhin hinterlassen wir alle einen ökologischen Fußabdruck. Sollte es uns wichtig sein, wie wir diesen Planeten behandeln und für unsere Nachkommen hinterlassen, dann sollten wir bei diesem Abdruck beginnen. Verglichen mit größeren europäischen Ländern stößt Österreich beispielsweise relativ wenig CO2 aus. Pro Kopf betrachtet sieht es jedoch anders aus. Die folgende Grafik zeigt die Treibhausgas-Emissionen der EU von 2017 im Vergleich.

Den meisten Menschen ist bewusst, dass Produktion von Gütern und Transport massenhaft CO2 ausstoßen. Die größte Möglichkeit, um Emissionen zu verringern, ist, die Auslastung dieser beider Faktoren zu reduzieren.

Doch es gibt weitere Wege, die unser Klima positiv beeinflussen können. Nämlich Methoden, die weitaus weniger bekannt sind. Eine davon ist die Pflanzung und Nutzung von Bäumen. Welchen Einfluss diese haben, erklärt der nächste Abschnitt.

Bäume und ihre Beziehung mit der Natur

Bäume sind bei weitem mehr als gigantische Pflanzen. Sie sind ein Zuhause für zahlreiche Lebewesen, bilden einen der wichtigsten Grundpfeiler unseres Ökosystems und unterstützen menschliche Existenz.

Auch wenn sie uns mit Nahrung und verwertbaren Ressourcen versorgen, ist die Bedeutung von Bäumen für den Menschen eine ganz andere. Denn Bäume spielen eine fundamentale Rolle bei der Qualität unserer Luft. Die Luft, die wir so dringend für unsere Atmung benötigen. 

Mittels Photosynthese können Bäume durch die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid Sauerstoff erzeugen und diesen an die Natur abgeben. Bäume wirken somit wie ein natürlicher Filter, wobei schwer zu bestimmen ist, wie viel CO2 ein Baum aufnehmen kann.

Die Frage ist nun, ob dieser Mechanismus auch in der Lage ist, unsere massiven CO2-Ausstöße zu regulieren? Kann durch die gezielte Pflanzung von Bäumen der Klimawandel beeinflusst werden?

Der Grundgedanke ist Folgender: Da Bäume für ihren Stoffwechsel CO2 aufnehmen, müsste die Pflanzung von Bäumen den extremen CO2-Ausschüssen entgegenwirken. Basierend auf dieser Idee, untersuchte eine Studie, wie viel Fläche auf der Erde für die Pflanzung von Bäumen zur Verfügung stünde und welche Bedeutung diese für das Klima hätte. Das Ergebnis zeigt, dass sich der aktuelle Waldbestand um nahezu ein Drittel steigern könne. Dadurch könnten viele Milliarden Tonnen CO2 aufgenommen werden.
Allerdings zeigen neue Studien auch, dass je wärmer und trockener das Klima wird, desto schlechter können Bäume Kohlenstoffdioxid aufnehmen. Außerdem muss dazu gesagt werden, dass die Pflanzung von Bäumen Jahrzehnte dauern kann. Ein großes Problem stellt weiterhin die Verbrennung fossiler Brennstoffe dar. Immerhin sind diese der Hauptgrund für den menschlichen Klimawandel.

Der Unterschied zwischen der fundamentalen Umstellung von Produktion- und Transportgewohnheiten und Bäume pflanzen ist jedoch folgender: Während es uns schwer fällt auf bisherige Gewohnheiten zu verzichten, kann die Pflanzung von Bäumen sofort begonnen werden. Am besten bereits morgen!

Natur und unsere Nährstoffe

Wahrscheinlich haben wir nicht alle die Möglichkeit einen Baum zu pflanzen. Doch wir alle können damit beginnen, Nahrungsmittel selbst anzusetzen. Dafür sind nicht einmal Kenntnisse über den Anbau von Tomaten- oder Paprikapflanzen notwendig. Bereits mit einfachen Kräutern kann man sowohl sich selbst, als auch der Umwelt etwas Gutes tun.

Ein wichtiger Zusammenhang, der in der Klimadebatte leider oft vergessen wird, ist jener zwischen Klima und dem Nährstoffgehalt in Lebensmitteln. Denn die steigenden Ausschüttungen von Co2 beeinträchtigen eben diesen Nährstoffgehalt. Und das in einer Welt, die trotz Verfügbarkeit über gehaltvolle Lebensmittel von Nährstoffmängeln betroffen ist. Was passiert erst, wenn Lebensmittel einmal nicht mehr das sind, was sie waren?

Ziel dieses Abschnittes ist es nicht Horrorszenarien auszumalen, sondern dir die Bedeutung von Nährstoffen bewusst zu machen. Speziell jene von Mikronährstoffen. Mikronährstoffe liefern unserem Körper zwar keine Energie, sind jedoch der Motor unserer Gesundheit. Je eher wir unseren Bedarf decken können, desto besser kann unser Körper leistungsfähig bleiben. Informationen zu den Referenzwerten gibt es hier.

Zu Mikronährstoffen zählen Vitamine und Mineralstoffe. Ein Großteil davon, kann nicht von unserem Körper hergestellt werden. Sie müssen somit über die Nahrung zugeführt werden. Darauf sind Muskeln, Knochen, Nerven, Gehirn, Haut und Immunsystem angewiesen, um optimal zu funktionieren.

Der beste Weg, um ausreichend Mikronährstoffe zu bekommen, ist eine ausgewogene Ernährung bestehend aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen/Kerne. Es gibt jedoch noch eine weitere Quelle für wertvolle Nährstoffe, die leider häufig unerwähnt bleibt. Auch Kräuter und Gewürze können voller Mikronährstoffe, Pflanzenstoffe und Antioxidantien stecken. Dazu zählen beispielsweise:

  • Rosmarin
  • Knoblauch
  • Basilikum
  • Schnittlauch
  • Ingwer
  • Koriander
  • Kresse

Microgreens – Eine unterschätze Nährstoffquelle?

Dieser Artikel sollte dir nicht nur vermitteln, dass Natur und Gesundheit eine zentrale Rolle spielen, sondern auch, dass beide in Wechselwirkung miteinander stehen.

Wissenschaftler beschäftigt aktuell die Frage, inwiefern die Pflanzung von Bäumen unsere Natur wieder ins Gleichgewicht rücken kann. Ein Gleichgewicht, dass nicht nur für das Ökosystem wichtig ist, sondern auch für uns Menschen. Denn die Co2-Konzentration steht in einem direkten Zusammenhang mit der Qualität unserer Ernährung.

Wenn du einen Beitrag zur Umwelt leisten möchtest, der gleichzeitig deine Gesundheit fördert, bietet sich dir die Möglichkeit selbst ,,Nährstoffe” anzupflanzen. Was nicht bedeutet, dass du deinen eigenen Gemüsegarten pflegen musst, sondern bereits der Anbau von Keimpflanzen (Microgreens) ausreicht, um Mikronährstoffe in hoher Dosis aufzunehmen. Tatsächlich zeigen Studien, dass Keime von Gemüsesorten oft sogar nährstoffreicher sind, als das ausgewachsene Gemüse selbst.

Wie funktioniert das?

Du kannst die Samen von Gemüse- und Gewürzpflanzen selbst zu Hause anbauen. Dies bietet eine sehr praktische und einfache Möglichkeit, um wichtige Mikronährstoffe aufzunehmen. Für die Pflanzung benötigst du lediglich eine Schale, Erde, Wasser und Sonnenlicht. Nach ein paar Wochen kannst du die Pflanzen ernten.

Wozu das Ganze?

Keimpflanzen (Microgreens) können auf einfache Art und Weise selbst gepflanzt werden. Es macht Spaß, bietet eine Ergänzung für diverse Mahlzeiten und beliefert deinen Körper mit wertvollen Nährstoffen.

Den perfekten Einstieg bietet die Grow-Grow Nut. Sie verbindet Nachhaltigkeit mit gesunder Ernährung und liefert all das, was du für den Anbau deiner eigenen Microgreens benötigst!

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